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Nicht so dufte: Bei extremem Schimmelbefall wurde mir nur gesagt, ich solle Brennspiritus draufpinseln und den Pilz wegschrubben und mich an die Grundsätze des richtigen Lüftens halten. Tja. Haus ist kaum gedämmt und hat ein Flachdach (im Sommer hat man halt wirklich eine Gratis-Sauna, spitze!), im Winter gibt es immer kalte Wände. Angemessenes Heizen und Lüften schaffen kaum Abhilfe, nach zehn Minuten bildet sich so viel Wasser an den Fenstern, dass ich damit (über die ganze Wohnung gesehen) sicherlich ein Schnapsglas füllen könnte. Echt heftig. Dennoch wurde der Mietzins an den Verbraucherpreisindex angepasst (natürlich erhöht). Steht inzwischen in einer erheblich schlechteren Relation als noch vor einigen Jahren. Hier muss die Lokalpolitik tätig werden, denn das Problem hat man überall an der Bergstraße und die Mieten der Wohnbau sind so halt das Beste, was man bekommen kann. Nach solchen Mieten für solche Quadratmeterzahlen würden sich viele Menschen alle zehn Finger lecken. Beachte: Das gilt für die "Sozialwohnungen", d. h. den öffentlich geförderten Wohnraum (HWoFG etc.) - für die man jedoch inzwischen einkommensabhängig wieder eine Fehlbelegungsabgabe bezahlen muss (= Differenz zur ortsüblichen Miete, angesichts dessen lohnt sich vielleicht doch eine anderweitige Wohnraumakquise). Für Neubauten werden wohl exorbitante Miethöhen verlangt, die man sonst allerhöchstens im zentralen Rhein-Main-Gebiet bezahlen würde. Das empfinde ich als unverhältnismäßig. Die Infrastruktur (ÖPNV, Supermärkte, Schulen etc.) wächst nämlich nicht zeitnah mit.
Scheinbar gilt heutzutage prinzipiell in diesen Gefilden: Es ist - je nach Wohnort und Liegenschaft - abzuwägen, was man möchte: Gesund bleiben oder ein bezahlbares Dach über dem Kopf haben, das einem schlimmstenfalls unter dem Allerwertesten wegschimmelt.
Pluspunkte der Wohnbau neben den Bestandsmieten im sozialen Wohnungsbau: Ganz freundliches Personal und man bemüht sich um Zusammenhalt mittels der Organisation zahlreicher Gemeinschafts-/Genossenschaftsveranstaltungen (Heringsessen, Weihnachtsfeier, Spielenachmittage usw.). Zwar kann man daran als Berufstätige/r wegen der zeitlichen Gestaltung (Beginn: 14:30 +/- 1 Stunde) im Prinzip nicht teilnehmen, aber der Gedanke zählt. Außerdem finde ich aus unterschiedlichen Gründen, dass es die Rechtsform einer Genossenschaft (die die Wohnbau ja hat) viel häufiger geben sollte.