Doris D.
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Ein altes, superhellhöriges Fachwerkhaus, Bauarbeiten u. gleichzeitig Gäste? Gar kein Problem für die Wirte. Die planen genau so, wie sie sich das vorstellen und bauen einfach weiter während man da ist. Auf das Geld will man ja nicht verzichten. Prima aber: Man sagt den Gästen direkt nach der Ankunft Bescheid, dass für die Zeit, in der diese gemietet haben, Bauarbeiten im Haus stattfinden werden. Genau also zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Reise endgültig nicht mehr absagen lässt. Ein weiterer Gast in den Rezensionen hier hat das Problem im ganzen Haus schon beschrieben: Baulärm. Dreiste Begründung: In einem alten Fachwerkhaus gäbe es schließlich immer was zu tun und wir hätten ja vorab telefonisch angegeben, dass wir viel in der Umgebung unterwegs sind. Sonntags wäre aber Ruhe (von 2 Sonntagen war einer der Abfahrtstag). – Die Erdgeschosswohnung ist absolut nicht zu empfehlen. Das separate, winzige, fensterfreies Duschklo, das sich gegenüber auf der anderen Flurseite befindet, ist nur über den Hausflur zu erreichen, der aber auch von allen anderen Gästen der oberen Ferienwohnungen benutzt wird. Das wird so in der Werbung weggelassen, sonst würde niemand die Wohnung wollen. Jederzeit können einem also Fremde in Situationen begegnen, die man normalerweise gern ohne Publikum verbringt. Im winzigen Duschklo gibt es zudem keine Lüftung. Es kann – ohne Effekt – nur über den Hausflur mittels viel zu schwacher Lüftung entlüftet werden bzw. über die geöffnete Haustür. So gibt es den riesigen Schimmelfleck (Foto), der vor unserer Ankunft notdürftig versorgt worden war. Wenn Leute, gern mal die beiden Wirte selbst, Lust zu längeren Gesprächen im Hausflur haben, können die Gäste der EG-Wohnung sich nach dem Duschen ja einfach in der dampfklebrigen Dusch-Notlösung umziehen, um danach über den Hausflur in die beiden Erdgeschosszimmer zu kommen. Wer will so seinen Urlaub verbringen? – Eine Waschmaschine ist prima, wenn man mit wenig Gepäck über mehrere Tage unterwegs ist. Müsste man dann nicht feststellen, dass das Einspülfach verschimmelt ist. – Klasse auch, wenn man sich abends aufs Kochen freut, direkt vorm Dunstabzug steht u. beim Einschalten ranziges Fett riecht, weil das alte Vlies nicht ersetzt wird. Die fettig verklebte Dunstabzugshaube wird sehr offensichtlich auch selten gereinigt. – Fazit: Gleich mehrere fiese Überraschungen, die die beiden Wirte da für uns parat hatten, beworben im Herbst 2021 mit der Bezeichnung Wohlfühl-Wohnung. Wir können nur sagen: Unwohlfühl-Wohnung. Wir haben das Verhalten der beiden Wirte als unaufrichtig, sehr überheblich, unfreundlich und rücksichtslos erlebt. Deren Kommentar dazu, als wir kurz die Haustür offenlassen mussten (siehe oben), haben sie so laut gesprochen, das wir ihn hören mussten, und dann die Tür auch noch geschlossen. So geht man nicht mit Gästen um. Eine Menge Augenwischerei für den zu hohen Preis. Da hilft weder der Wochenrabatt im einstelligen Euro-Bereich (auf den man stolz ist), noch Schön-dass-du-da-bist-Schildchen oder die Plasteblümchen der Wirtin. In der Summe bleibt vor allem das Gefühl, dass Gäste genau dafür da sind, dass Geld in die Kasse kommt. Das mag ja so sein. Wenn das aber das Gefühl ist, das einem von diesem Aufenthalt in Erinnerung bleibt, haben die Wirte alles falsch gemacht. Die eingeschweißte Willkommens-Ansage zeigt klar, dass den Wirten die eigenen Wünsche die wichtigsten sind: Behandelt unsere Wohnung so, wie wir es tun. Wir sagen: Behandelt eure Gäste so, wie sie es für Geld, das sie euch geben, verdient haben: Ruhe ohne Baulärm u. absolute Sauberkeit ohne Schmuddelecken sind selbstverständlich. 75 Euro pro Nacht für die Schlafgelegenheit sind klar zuviel. Bitte seht euch die Fotos an.
Ich bin nicht die Familie M.-B. und die echte Familie M.-B. wird sehr verärgert sein. Die von den Wirten einfach mal hingehauene Unterstellung, meine Bewertung sei unehrlich, indem man auf angeblich ehrliche Bewertungen woanders verweist, spricht sehr gegen diese Leute.